Bericht vom fünften Treffen (4.1.03)

Kaum von der Pest, dem Großen Feuer und der Hinrichtung geflüchtet, schon steht man auf dem nächsten Scheiterhaufen ... gruselig bis neckisch ging es auf dem fünften Bi-Gay-Heten-Jugend-Stammtisch in Hamburg zu!

Sollten wir es wirklich geschafft haben? Im dritten Anlauf brachte uns tatsächlich der Weg zum Hamburger Dungeon, in die Gruft in der Speicherstadt, wo es von Pest-Wahnsinnigen, hinzurichtenden Sündigen, brennenden Opfern und todgeweihten Piraten nur so wimmelt.

Nicki, Markus, Kai, Tina und ich trafen uns vorm Dungeon. Nach dem Hinrichtungs-Foto und der Schlange, zu der wir uns gesellten, ging es mit einer Kindergruppe im Fahrstuhl des Grauens hinab. Die Kids ließen sich natürlich, cool wie sie sind, nicht von uns erschrecken. Doch als wir vor der Inquisition standen, wurde Markus schon gleich auf die Knie gezwungen.

Denunzierend wie ich bin, beschimpfte ich ihn natürlich gleich als Ehebrecher, was sogleich aufgenommen wurde: Er wurde gesehen, wie er es mit mehr als einem dreckigen Dutzend Klosterschwestern getrieben haben soll. Seine Sünden gestand er nur zögerlich. Doch letzendlich musste er mit einer öffentlichen Demütigung auf dem Marktplatz rechnen ...

Der weitere Weg brachte uns noch zum Pest-Unterricht, zum Feuerlauf, zur stürmischen Seefahrt, zur öffentlichen Hinrichtung Störtebeckers und zu Flucht vor der Flut!

Nach dem Dungeon-Besuch zwängten wir uns in meinen kleinen Wagen und schlidderten zur Kneipe, wo wir uns langsam ausbreiteten.

Am heutigen Abend bekamen wir noch Besuch von Tobsen, der es nur zu gut verstand, Nicki mit seinen Fragen nach einem Freund zum Wahnsinn zu bringen, Kai-Schi aufzuziehen, mich zu necken und die Runde zu erheitern. Dann tauchte Thomas auch noch auf, und Sebastian berichtete uns sogleich wieder von seinen sogenannten "Mollemäusen"! Alles in allem war es heute sehr kuschelig und lustig. Die Stimmung wie immer genial.

Pläne wurden geschmiedet, wann wir noch zusammen in die Sauna gehen oder gemeinsam Rollenspiel spielen. Und zum Schluss gab es noch hochphilosophische Themen über Sexualität und Unterschiede der Geschlechter. Doch auch dieser Abend ging zu Ende, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als die Runde aufzulösen.


Ab zum letzten oder nächsten Treffen ?


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